PARTNERPROJEKTE IM EINSTEINJAHR IN BERLIN UND POTSDAM

Ein Turm für Albert Einstein. Potsdam, das Licht und die Erforschung des Himmels

Ausstellung im Kutschstall am Neuen Markt in Potsdam vom 19. März bis 26. Juni 2005

Das Werk und die Person Albert Einsteins sind auf vielfältige Weise mit Potsdam und seiner Umgebung verbunden. Auf dem Telegrafenberg entstand 1921/23 der Einsteinturm, Resultat einer Zusammenarbeit zwischen dem weltberühmten Physiker, dem Astronomen Erwin Finlay Freundlich und dem Architekten Erich Mendelsohn.

Die Ausstellung präsentiert den Einsteinturm als Denkmal der modernen Architektur und der modernen Wissenschaft. Die Planungs- und Baugeschichte des Turms und seine Bedeutung in der Architekturgeschichte werden ebenso anschaulich gemacht wie seine Funktion als wissenschaftliches Großinstrument und die damit durchgeführten Forschungen. Der Einsteinturm stünde nicht auf dem Telegrafenberg, wäre dort nicht ein halbes Jahrhundert zuvor das erste astrophysikalische Forschungsinstitut der Welt gegründet worden. Potsdam erweist sich damit als bedeutender Wissenschaftsstandort. Einblicke in Einsteins Sommerhaus in Caputh als Schnittpunkt privaten und gesellschaftlichen Lebens runden die Ausstellung ab.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und die Wüstenrot Stiftung.

Information: Dr. Antje Frank
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
im Kutschstall Am Neuen Markt / 14467 Potsdam
Telefon 0331/20 139-49, Fax 0331/20 139-58
E-Mail presse@hbpg.de, www.hbpg.de

relativ jüdisch. Albert Einstein – Jude, Zionist, Nonkonformist

Ausstellung im Centrum Judaicum vom 8. März bis 6. Mai 2005 und vom 1. September bis 30. September 2005

Flyer zum Download (pdf, ca. 1,7 MB)

Mit der Ausstellung erinnert das Centrum Judaicum an den Juden Albert Einstein. Die Ausstellung zeigt durch Originaldokumente, Multimedia-Installationen, Reproduktionen und Fotos Einsteins Beziehungen zur Berliner Jüdischen Gemeinde, seinen Einsatz für die verfolgten osteuropäischen jüdischen Flüchtlinge und seine Einstellung zu zionistischen Ideen. Erstmals in Deutschland gezeigtes Film- und Audiomaterial soll den Besuchern einen unmittelbaren Zugang zum Thema ermöglichen.

Einstein verstand sich stets als Teil der jüdischen Schicksalsgemeinschaft. Hatte er sich seit seiner Jugend als „konfessionslos“ bezeichnet, entwickelte Einstein mit dem Umzug nach Berlin im Jahr 1914 und unter dem Eindruck des wachsenden Antisemitismus der 20er Jahre eine tiefe Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinschaft. Einstein wurde zu einem kritischen Unterstützer des Zionismus.

Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Vortrags- und eine Konzertreihe.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Information: Dr. des. Christian Dirks
Stiftung Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
Telefon 030/88 0 28 307, Fax 030/282 11 76
E-Mail dirks@cjudaicum.de, www.cjudaicum.de

Einstein Spaces

Ein Kunstprojekt an neun Orten in Berlin, Potsdam und Caputh September/Oktober 2005

Neun internationale Künstlerinnen und Künstler gehen direkt an die Schauplätze von Albert Einsteins Berliner Jahren, die in seinem Leben eine bedeutende Rolle gespielt haben: in der Liebe, der Wissenschaft, der Politik und der deutschen Geschichte. Die Orte bilden mit ihren Geschichten den Rahmen der künstlerischen Eingriffe, die neue Interpretationen und Sichtweisen auf die Vergangenheit und die Gegenwart eröffnen und die Spuren des fast vergessenen Lebens wieder in den Kontext der Stadt zurückholen. Einstein Spaces erinnert an die Vergangenheit, indem die Gegenwart neu erfunden wird.

Eingeladene Künstler/innen: Pawel Althamer, Christoph Büchel, Olafur Eliasson, Harun Farocki, Dominique Gonzalez- Foerster, Renée Green, Hans Haacke, Emilia & Ilya Kabakov, Eran Schaerf.

Orte: Staatsbibliothek Unter den Linden; Magnus Haus; ARD-Hauptstadtstudio; Neue Philharmonie; Archenhold-Sternwarte; Neue Synagoge; Privatwohnung Wittelsbacher Straße; Büro Liga für Menschenrechte, Kurfürstenstraße; Telegraphenberg Potsdam; Sommerhaus in Caputh.

Das Projekt wird gefördert vom Hauptstadtkulturfonds und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Projektleitung: Yvonne Leonard
Büro Einsteinfestival/Einstein-Forum, Carnotstr. 5, 10587 Berlin
Telefon 030/398059-27
www.einsteinjahr.de


Modell des "Einsteinturmes" in der Ausstellung
Foto: Max-Planck-Institut für wissenschaftsgeschichte